Wenn man seine Geschichte rückwirkend betrachtet, tendiert man dazu, sie umzuschreiben. Oder man überflutet sie rückwirkend mit Sinn ((C)) Viktor Frankl). Deshalb behalte ich auch alte Versionen bei und zwinge mich dazu, sie immer wieder aufs Neue zu kommentieren. Irgendwann wird auch der Lebenslauf unübersichtlich, deshalb hier: die aktuelle (gerade noch nicht 2011), kurze, nicht objektive Version:
Ich wollte immer wissen, wie Dinge wirklich funktionieren und warum Menschen wie handeln. Ich habe angeblich als Kind ein Spielzeugauto zerlegt auf eine Art, die man nicht nachvollziehen konnte. Ich züchtete Kristalle aus Kalialaun und Kupfersulfat (solange, bis ich ein nicht wärmebeständiges Glas zerstörte) und bastelte mathematische Körper aus Papier - bis zum 'gesternten Rhombikosidodekaeder'. Später habe ich mit gepulsten UV-Lasern auf kleine Keramikpillen geschossen, das entstehende bunte Wölkchen fotografiert und aus dem Material aus diesem Wölkchen dünne Schichten wachsen lassen. Ich habe versucht zu verstehen, warum sich diese Wolke wie ausbreitet und warum die entstehende Schicht bei einer bestimmten Temperatur ihren elektrischen Widerstand verliert - oder warum nicht.
Ich war am meisten daran interessiert, zu verstehen warum etwas wie ist, war oder werden wird. Etwas aus dieser Erkenntnis zu 'bauen', war mir weniger wichtig. Aber ich habe zunehmend genau Letzeres getan, vielleicht auch aufgrund meiner praktischen Forschungen warum Menschen wie handeln. Oder warum 'Systeme' von Menschen sich so oder so verhalten. Warum etwas notwendig, wichtig, richtig oder opportun ist. Als Pünktchen in vielen Systemen habe ich so meine Beiträge geleistet. Geprägt hat mich vor allem mein zwispältiges Verhältnis zur Erfahrung als technischer Retter in der Not: Ruhm und Ehre versus Burnout und stoisch-ethische Selbstverpflichtung.
Heute interpretiere ich folgenden roten Faden in mein Lebensbuch: Seit fast 25 Jahren versuche ich, technische und naturwissenschaftliche Inhalte, Themen, Fragen zu erklären. 'Erklären' setzt eine tiefe eigene Erkenntnis und Durchdringung voraus, das aktive Durchleben, das Denken in mathematischer formaler Sprache. Ich bin ein Fan von Richard Feynman.
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(Das war: Version 2011. Es folgt: Version 2005)
Ich habe über 15 Jahre Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen, die alle
mit
Naturwissenschaften und / oder (Informations-)Technologie
zu tun haben, das heißt in Kürze:
Physik-Studium - Wissenschaftlerin an der Uni - Wissenschaftlerin in einem
Forschungszentrum - selbständiger IT-Consultant - IT-Infrastruktur-Verantwortliche
im Forschungszentrum - IT-Consultant in einem Großkonzern / daneben
selbstständige Wissenschaftlerin - Selbstständiger IT-Consultant und
Geschäftsführerin eines kleinen Unternehmens (Lange
Version des Lebenslaufes).
Besser als jede Berufsbezeichnung finde ich eine Definition der Rollen, in denen man sich im Laufe eines Lebens in unterschiedlichen Berufen wieder findet. Diese Rollen können sich ganz oder zum Teil mit Berufsbildern decken. Und idealerweise sollten sie auch mit den Rollen im Leben an sich zu tun haben - deswegen heißt diese Seite auch 'Leben' und nicht 'Beruf'.
Mein persönlicher Anspruch an meine Arbeit(en) ist die Verbindung von technisch-naturwissenschaftlicher Kompetenz, analytischem Denken und Freak-mäßiger Begeisterung für Technologie mit der sozialen Kompetenz einer Mediatorin oder 'IT-Psychologin'.
Ich sehe mich in den folgenden Rollen - und das in den meisten Projekten gleichzeitig:
Wissenschaftlerin / analytische Denkerin
'... auf der Suche nach der letzten Ursache ... der möglichst objektiven
Wahrheit verpflichtet ... '
Diese Rolle spiegelt sich auch in der technisch-wissenschaftlichen
Expertenrolle wieder, die ich seit meinem Studium immer einnehme. Ich bin
interessiert an tieferen Zusammenhängen, der analytischen Einordnung und
Klassifizierung von Phänomenen und auch der Erklärung dieser Phänomene für
Personen mit unterschiedlichen Vorkenntnissen.
Mediatorin
'... Vermittlerin zwischen Menschen / Gruppen / Organisationen mit
unterschiedlichen Interessen ... Koordinatorin, nicht Managerin ...
Konsens-Sucherin im Interesse aller Beteiligten ...'
Auch oder gerade in technischen Projekten interessiert mich die persönliche
Motivation der beteiligten Personen, da sehr oft persönliche Konflikte auf
ein technisches Problem reduziert werden. Offiziell trete ich immer in der
Rolle des technischen Beraters auf, übe aber dann de facto die Rolle eines
Moderators oder Mediators aus.
Das ergibt dann so ein Mittelding zwischen Wissenschaftlerin, technischer Beraterin, Psychologin, Wissenschaftsjounalistin, Computer-Freak.
(gewachsen im Zeitraum 2004-2005)
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